IT-Inventur zum Jahreswechsel: Diese Systeme sollten Sie 2027 nicht mehr betreiben

Zum Jahresende schauen die meisten Unternehmen auf Zahlen, Inventur und Budget. Die IT kommt dabei oft zu kurz. Dabei laufen gerade jetzt mehrere wichtige Systeme aus dem Herstellersupport. Das heißt: Es gibt keine Sicherheitsupdates mehr. Neu entdeckte Lücken bleiben offen, und genau diese Lücken nutzen Angreifer gezielt aus.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Systeme betroffen sind, was ein Weiterbetrieb kostet und wie Sie in einer halben Stunde Klarheit für Ihre IT-Planung 2027 bekommen.

1. Windows Server 2016: Support-Ende am 12. Januar 2027

Viele Firmenserver laufen noch mit Windows Server 2016, oft als Dateiserver, Domänencontroller oder für die Warenwirtschaft. Ab dem 12.01.2027 liefert Microsoft dafür keine Sicherheitsupdates mehr.

Was jetzt zu tun ist: Prüfen, welche Server betroffen sind, und entscheiden: neuer Server im Haus, Umzug in die Cloud oder eine Mischung. Eine Migration braucht Vorlauf. Mit Planung, Bestellung und Umstellung sind schnell sechs bis acht Wochen vergangen.

Mehr dazu in unserem Beitrag Windows Server 2016: Support-Ende am 12. Januar 2027.

2. Windows 10: Der Weiterbetrieb wird jedes Jahr teurer

Der reguläre Support für Windows 10 endete im Oktober 2025. Unternehmen können seitdem kostenpflichtige Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU) kaufen. Der Preis verdoppelt sich jedes Jahr: Laut Microsoft rund 61 US-Dollar pro Gerät im ersten Jahr, 122 US-Dollar im zweiten (seit Oktober 2026) und 244 US-Dollar im dritten.

Bei zehn Arbeitsplätzen sind das im zweiten Jahr schon über 1.200 US-Dollar, nur damit die alten Rechner sicher bleiben. Dazu kommt: Speicher und SSDs sind 2026 deutlich teurer geworden. Wer neue Geräte braucht, sollte nicht bis zum letzten Moment warten.

Was jetzt zu tun ist: Prüfen, welche Rechner Windows 11 können (TPM 2.0, Secure Boot) und welche ersetzt werden müssen. Den Austausch über das Jahr 2027 verteilt einplanen.

3. Office 2016, 2019 und 2021: Keine Updates mehr

Office 2016 und Office 2019 erhalten seit dem 14.10.2025 keine Sicherheitsupdates mehr, Office 2021 seit dem 13.10.2026. Gerade Word- und Excel-Dateien aus E-Mail-Anhängen sind ein klassischer Weg für Schadsoftware.

Was jetzt zu tun ist: Auf eine aktuelle Version umsteigen, entweder Microsoft 365 im Abo oder eine aktuelle Kaufversion wie Office 2024.

4. Exchange Server 2016 und 2019: Mailserver ohne Schutz

Auch für den eigenen Mailserver mit Exchange 2016 oder 2019 ist der Support seit dem 14.10.2025 beendet. Ein Mailserver hängt direkt im Internet und ist deshalb besonders gefährdet.

Was jetzt zu tun ist: Umstieg auf Exchange Online (Microsoft 365) oder auf die neue Exchange Server Subscription Edition.

5. SQL Server 2016: Die Datenbank hinter Ihrer Branchensoftware

Viele Warenwirtschafts-, Buchhaltungs- und Branchenprogramme speichern ihre Daten in einem Microsoft SQL Server. Für SQL Server 2016 endete der Support am 14.07.2026. Oft weiß niemand genau, welche Version im Hintergrund läuft.

Was jetzt zu tun ist: Version prüfen und das Update mit dem Softwarehersteller abstimmen.

Und was ist mit Microsoft 365?

Wer bereits Microsoft 365 nutzt, zahlt seit dem 01.07.2026 höhere Preise: Business Basic stieg von 6 auf 7 Euro, Business Standard von 12,50 auf 14 Euro pro Nutzer und Monat. Business Premium blieb bei 22 Euro und ist damit im Verhältnis günstiger geworden.

Ein Lizenz-Check lohnt sich: Oft werden Lizenzen für ausgeschiedene Mitarbeitende weiter bezahlt, oder ein anderes Paket passt besser.

Ihre Checkliste zum Jahreswechsel

Beantworten Sie diese sieben Fragen. Wenn Sie bei einer davon unsicher sind, sollten wir sprechen.

☐ Läuft bei uns noch ein Windows Server 2016?

☐ Wie viele Rechner haben noch Windows 10, und können sie auf Windows 11 umgestellt werden?

☐ Welche Office-Version ist installiert?

☐ Betreiben wir einen eigenen Exchange-Mailserver?

☐ Welche SQL-Server-Version nutzt unsere Branchensoftware?

☐ Passen unsere Microsoft-365-Lizenzen noch zu Anzahl und Bedarf?

☐ Ist das IT-Budget 2027 für Ersatz und Umstellung eingeplant?

Fördermittel nutzen: DIGI-Zuschuss Hessen

Unternehmen mit Sitz in Hessen können für Digitalisierung und IT-Sicherheit den DIGI-Zuschuss des Landes beantragen: bis zu 50 % der förderfähigen Kosten, höchstens 10.000 Euro. Gefördert werden auch Leistungen externer Dienstleister sowie die nötige Hard- und Software. Wichtig: Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt werden. Die aktuellen Antragsfristen veröffentlicht die WIBank.

Wir prüfen gerne mit Ihnen, ob Ihr Vorhaben förderfähig ist.

Der CPN IT-Jahresend-Check

In einem unverbindlichen Erstgespräch (ca. 30 Minuten, telefonisch oder per Teams) gehen wir die Checkliste mit Ihnen durch. Danach wissen Sie:

  • welche Systeme 2027 auslaufen,
  • was Weiterbetrieb und Ersatz jeweils kosten,
  • welche Schritte wann sinnvoll sind.

So planen Sie Ihr IT-Budget 2027 auf einer soliden Grundlage.

Fazit: Jetzt planen statt im Januar improvisieren

Keines dieser Themen kommt überraschend, aber einige stehen unmittelbar bevor. Wer jetzt plant, verteilt Kosten sinnvoll über das Jahr, nutzt Fördermittel und stellt in Ruhe um. Wer wartet, zahlt drauf: mit Sicherheitsrisiken, Notlösungen oder teuren Sicherheitsupdates.

Sprechen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen offen, was bei Ihnen wirklich nötig ist.

FAQ: IT-Jahresend-Check – Ihre Fragen, unsere Antworten

Das System läuft weiter, aber Microsoft liefert keine Sicherheitsupdates mehr. Neu entdeckte Sicherheitslücken bleiben dauerhaft offen. Das Risiko steigt mit jedem Monat.

Am 12. Januar 2027. Danach veröffentlicht Microsoft keine regulären Sicherheitsupdates mehr.

Ja, Unternehmen können Extended Security Updates (ESU) kaufen. Der Preis verdoppelt sich aber jedes Jahr: laut Microsoft rund 61 US-Dollar pro Gerät im ersten, 122 im zweiten und 244 im dritten Jahr.

Office 2016 und 2019 seit dem 14.10.2025, Office 2021 seit dem 13.10.2026. Aktuell unterstützt werden Microsoft 365 und Office 2024.

Unternehmen mit Sitz in Hessen können den DIGI-Zuschuss beantragen: bis zu 50 % der förderfähigen Kosten, höchstens 10.000 Euro. Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt werden. Wir prüfen gerne mit Ihnen, ob Ihr Vorhaben förderfähig ist.

In einem unverbindlichen Erstgespräch von etwa 30 Minuten, telefonisch oder per Teams, gehen wir die Checkliste mit Ihnen durch. Danach wissen Sie, was 2027 ausläuft und was Ersatz oder Weiterbetrieb kosten.

Telefon: 06151-629 000

E-Mail: kontakt@cpn-gmbh.de

Online: Kontaktformular auf unserer Website

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